Nussmuse ganz einfach selber machen

Hey ihr Lieben! Es gibt so ein paar Sachen in der Kategorie Essen, auf die ich in meinem Leben nicht (mehr) verzichten möchte. Dazu zählen Porridge (ich hoffe ich langweile euch damit nicht schon mit meinen Frühstückstorys auf Instagram), Curry, meine liebste Schokolade (welche das wohl ist? – lest es hier nach :D) und Nussmuse. Und um diese handelt es sich auch in diesem Blogpost! Manchmal frage ich mich, wie ich eine so lange Zeit ohne Nussmuse in meinem Leben überhaupt überleben konnte – haha. Okay, das ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber dass ich sie liebe definitiv nicht!

Was man mit Nussmusen alles anstellen kann? Abgesehen davon, dass man sie auch einfach aus dem Glas löffeln kann, finde ich sie besonders gut als Topping auf meinem morgendlichen Porridge oder auf Smoothiebowls. Ich esse sie gerne als Aufstrich auf Dinkelwaffeln oder mit Brot zusammen mit Banane oder Beeren. Außerdem eignen sie sich total gut zum Backen und als Komponente in Soßen. Wie ihr seht sind Nussmuse vielfältig einsetzbar.

Und sie überzeugen nicht nur im Geschmack und den vielfältigen Variationsmöglichkeiten, sondern auch in ihren Nährwerten. Sie enthalten total gute Fette, die unser Körper benötigt. Besonders für Frauen sind gute Fette essentiell.

Letztes Jahr habe ich dann zum ersten Mal ausprobiert Nussmuse selbst zu machen. Ich dachte vorher immer, dass es viel zu aufwendig sei und habe es deshalb nie ausprobiert. Aber ich habe echt Spaß daran gefunden sie selbst zu machen. Für mich überwiegen die Vorteile gegenüber den Nachteilen. Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, weshalb ich euch jetzt mal die Nach- und Vorteile erkläre.

Nachteile

Zeitaufwand

Nussmuse selbst zu machen benötigt in der Tat ein wenig Zeit. Dies unterscheidet sich aber von Sorte zu Sorte und ist auch abhängig von dem Röstgrad. Dieser sorgt nämlich dafür, dass Fett aus den Nüssen austritt und sie somit schneller zu cremigem Mus gemixt werden können. Somit variiert die Zubereitungszeit von 20 Minuten bis auch mal gut einer bis eineinhalb Stunden.

Hochleistungsmixer

Um Nussmuse selbst herstellen zu können benötigt man einen Hochleistungsmixer. Sich extra dafür einen solchen anzuschaffen ist wahrscheinlich nicht ganz so kosteneffizient. Allerdings lohnt sich die Anschaffung eines Hochleistungsmixer meiner Meinung nach generell. Er ist so vielseitig einsetzbar und es gibt auch preisgünstige Modelle, die ebenfalls was taugen. (wie z.B. meinen auf Amazon). Man muss sich keinen Hochprofessionellen zulegen, der mehrere hundert Euros kostet.

Vorteile

Preis

Oftmals ist es wesentlich preisgünstiger Nussmuse selber herzustellen als Fertige zu kaufen. Auch dabei gibt es natürlich Unterschiede, die von Sorte von Sorte und Hersteller zu Hersteller anders ausfallen. Meist kosten aber beispielsweise 500g lose Nüsse (bzw. eine Nusspackung) weniger als dieselbe Menge an fertigem Nussmus, auch wenn man die Bio-Preise vergleicht. Ganz besonders merkt man den Unterschied bei preisintensiven Nusssorten, wie z.B. Pistazienkernen oder Macadamianüssen.

mehr Auswahl

Ein großer Vorteil ist zudem, dass man eine größere Auswahl hat, wenn man nicht auf fertige Nussmuse angewiesen ist. Oft ist es schwer jegliche Nusssorten auch als Nussmus zu erhalten. Mittlerweile gibt es zwar eine breite Auswahl, die meisten außergewöhnlichen Nussmuse gibt es jedoch nur im Internet zu kaufen. Und auch nicht alle. Man kann aber – so viel ich weiß – mit jeder Nusssorte Nussmus selbst herstellen, sodass man auch, wenn man seine Lieblingssorte nicht als Mus findet, sein eigenes zaubern kann.

Kreativität

Außerdem kann man selbst auch kreativ werden und ganz eigene Nussmuse kreieren. Man muss ja nicht immer klassisch nur eine Sorte verwenden, sondern kann sich ausprobieren und verschiedene Sorten miteinander kombinieren oder aber Gewürze mit rein mischen und so einen nochmal besondereren Geschmack erzeugen. Der Kreativität sind da wirklich keine Grenzen gesetzt!

Erfolgserlebnis

Zudem kann man so, mit relativ wenig Aufwand einen kleinen Erfolg für sich verbuchen. Ich finde es immer herrlich, wenn ich ein fertiges Nussmusglas in der Hand halte und weiß, dass ich es selbst hergestellt habe. So schmecken mir die Nussmuse gleich nochmal viel besser.

Geschenkidee

Was ich auch immer toll finde, ist, dass sich ein selbstgemachtes Nussmus – insbesondere, wenn man dann auch noch eine außergewöhnliche und eigene Kreation daraus gemacht hat – prima verschenken lässt. Ob als Einweihungs-, Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk – wer freut sich darüber denn nicht? Ich glaube mit etwas Selbstgemachten kann man so gut wie jedem eine große Freude machen.

Und so machst du dir dein eigenes Nussmus:

Zunächst musst du die Nüsse deiner Wahl in einem Backofen rösten. Wie lange und stark du das machst, kannst du selber entscheiden. Es ist aber so, dass sich die Nüsse, umso einfacher zu Nussmus verarbeiten lassen, je stärker sie geröstet sind. Wie ich oben schon erwähnt habe liegt dies am Fett, welches dadurch aus den Nüssen austritt. Am besten eignet sich eine Temperatur von ca. 160 °C – 180 °C (je nach dem wie gut eurer Backofen ist). Röste die Nüsse dabei auf mittlerer Schiene für 15 – 20 Minuten. Bleib dabei aber unbedingt in der Nähe des Ofens, da es schnell passieren kann, dass die Nüsse zu braun werden und dann leicht verkohlt schmecken. Wer das mag kann das natürlich auch machen, ich präferiere allerdings den Geschmack der Nüsse ;-).

Lass die Nüsse nach dem Rösten gut auskühlen. Gib sie dann alle in deinen Mixer und stelle ihn auf die höchste Stufe. Je nach dem wie gut dein Mixer ist musst du mehr oder weniger mit einem sogenannten „Stößel“ mithelfen (dieser wird üblicherweise bei einem Hochleistungsmixer mitgeliefert). Wenn du diesen nicht besitzt hilft es den Deckel ab und zu abzunehmen (natürlich, wenn der Mixer nicht läuft) und das Nussgemsich mit einem Löffel umzurühren.

Die Verarbeitung dauert jetzt ein paar Minuten. Meistens kannst du den Mixer ca. 3-5 Minuten am Stück laufen lassen. Das Problem ist, dass die Hochleistungsmixer dabei unglaublich heiß laufen und mit der Zeit immer mal wieder für 10 Minuten abkühlen müssen. Also wird dies ein Wechsel zwischen mixen und abkühlen lassen. Irgendwann kannst du aber sehen, dass die Konsistenz cremig wird. Wiederhole den Vorgang des Mixens und Abkühlens so lange, bis das Nussmus deine gewünschte Konsistenz hat.

Fülle es dann in ein heiß ausgespültes (Schraub-)Glas. Ich beschrifte meine Nussmusgläser immer noch selber. Dazu suche ich mir eine schöne Handlettering – Schrift von Pinterest heraus und schreibe den Namen der jeweiligen Nussmussorte mit dieser auf ein Blatt Papier und klebe es dann mit Tesafilm auf das Glas. Es gibt aber auch extra Ettiketiergeräte, die man sich dafür zulegen kann.

Besonderheiten

Haselnussmus

Wenn du Haselnussmus machen möchtest kannst du, nach der Röstzeit, mit deinen Händen die Schale der Nüsse, die sich ohnehin schon ein wenig ablöst, abrubbeln. Nimm dafür einfach ein paar der Haselnüsse in deine Hände und reibe sie aneinander. Die Schale muss auch nicht zu 100% ab sein, jedoch wird so der Geschmack der Haselnuss nochmal verstärkt und er kommt einem Nougatgeschmack näher, als wenn die Schale, die mehr Röstaromen enthält, dranbleibt.

rohes Nussmus

Durch das Rösten der Nüsse gehen zwar ein paar Nährstoffe verloren, weshalb rohes Nussmus am nährstoffreichsten und somit am „besten“ ist. Allerdings wollt ihr wirklich kein rohes Nussmus selber machen – glaubt mir! Als ich letztes Jahr das erste Mal meine Nussmuse selbst gemacht habe, dachte ich, dass Cashewkerne nie geröstet werden bevor sie zu Nussmus verarbeitet werden – ich glaube da hat mich die helle Farbe getäuscht. Das ist nämlich gewöhnlicherweise nicht der Fall. Naja, jedenfalls bin ich deswegen auf die glorreiche – NICHT – Idee gekommen, dass ich diese vorher nicht röste. Das Resultat war, dass ich länger als einen Tag daran saß das Nussmus fertig zu stellen und meine Nerven am Ende waren. 😀 Wenn man es auch 100% roh machen möchte, dann darf der Mixer außerdem nicht heißer als 40 °C werden….das ist nochmal so eine Sache für sich und zieht die Zubereitungszeit nochmals in die Länge. Also überlegt euch das gut!

Zeitaufwand

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Hasel- und Pekannüsse am besten zu Nussmus verarbeiten lassen. Dies benötigt am wenigsten Zeit und meist nur zwei Mixvorgänge. Erd- und Macadamianüsse, sowie Mandeln brauchen etwas länger im Mixer, benötigen aber auch nicht übermäßig viel Zeit. Was wirklich zeitaufwendig ist, ist Cashewmus, auch wenn die Kerne geröstet sind. Ich habe mich nach meinem ersten Versuch ehrlich gesagt nicht mehr rangetraut, möchte aber auch dem nochmal einen Versuch geben.

Mit anderen Nüssen, wie Walnüssen oder Pistazienkernen habe ich noch nicht ausprobiert ein Nussmus selbst zu machen, allerdings sollte das auch problemlos funktionieren. Ich meine sogar, dass man das Gleiche auch mit verschiedensten Kernen machen kann. Auch dazu kann ich euch aber bis heute noch nicht sagen, wie gut das funktioniert.

Vielleicht konnte ich mit diesem Blogpost den ein oder anderen von euch dazu motivieren mal ein eigenes Nussmus herzustellen. Oder habt ihr das vielleicht selbst schonmal gemacht? Vielleicht sogar schon mit Sonnenblumen- oder Kürbiskernen ausprobiert? Teilt mir gerne in den Kommentaren eure Erfahrungen dazu mit. Auch wenn ihr noch weitere Tipps zum Herstellen von Nussmusen habt, davon kann jeder profitieren!

Bis bald, Eure Svea

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