Mein eigenes Bulletjournal

Hey ihr Lieben! Heute gibt es mal wieder einen Beitrag von mir, der nichts mit Essen zu tun hat, sondern vielmehr in Richtung DIY und auch Selfcare geht: Ich zeige euch mein eigenes Bulletjournal. Damit möchte ich euch dazu inspirieren auch eurer eigenes Bulletjournal anzufangen sowie hilfreiche Tipps und Inspirationen dafür geben.

Was ein Bulletjournal ist und die möglichen Inhalte eines Bulletjournals habe ich euch schon in meinem damaligen Blogpost „Der Trend vom Bullet – Journaling“ erklärt. Dort könnt ihr gerne nochmal vorbei schauen, wenn ihr den Beitrag noch nicht gelesen habt. Mit diesem Beitrag möchte ich das Ganze nochmal ein wenig aktualisieren und euch Einblicke in meine eigene Gestaltung geben.

Was mich zu meinem eigenen Bulletjournal inspiriert hat

Vielleicht wissen es einige von euch: Ich bin schon eine lange Zeit total begeistert vom Bullet – Journaling. Damals hat es, meine ich, damit angefangen, dass ich eine Youtuberin entdeckt habe, die regelmäßig Inspirationen zu ihrem Bulletjournal hochlädt. Das fand ich so wunderschön, dass ich mich mehr damit auseinandergesetzt habe und immer mehr tolle Bulletjournals auf Instagram oder Pinterest gesehen habe. Das ist mittlerweile glaube ich schon 4 Jahre her – oder sogar länger?!

Seitdem möchte ich mir mein eigenes Bulletjournal anlegen. Letztes Jahr habe ich dies als kleines „Selfcare – Buch“ gemacht. Dabei habe ich z.B. Dankbarkeitslisten oder einen Habit – Tracker angefertigt. Aber ehrlich gesagt, habe ich das Bulletjournal Mitte des Jahres dann nicht weiter geführt. Irgendwie war es mir zu viel, da ich nebenbei noch einen anderen Kalender hatte. Jedoch ist mir mein Wunsch, mal ein eigenes Bulletjournal zu machen, nicht aus dem Kopf gegangen.

Als ich dann Ende letzten Jahres überlegt habe, welchen Kalender ich mir für das neue Jahr zulegen möchte, ist mir wieder aufgefallen, dass mir kein vorgefertigter Kalender zu 100% zusagt. – Ich hab da nämlich so meine Ansprüche und genauen Vorstellungen :D. Und da kam mir wieder die Idee, meinen eigenen Kalender, also mein eigenes Bulletjournal anzufertigen.

Ich kann schonmal vorwegnehmen, dass es eine super Entscheidung war. Es ist zwar etwas Arbeit, aber die hat sich auf jeden Fall gelohnt! Mir macht es einfach unglaublichen Spaß, auf diese Weise kreativ zu werden und später einen Erfolg zu sehen! Und wie ich das Bulletjournal letztendlich gemacht habe, zeige ich euch jetzt.

Das Buch

Zunächst musste ich mich natürlich für ein Buch entscheiden. Und das kann eine schwierige Entscheidung sein. Es gibt mittlerweile so viel Auswahl für Bulletjournals und alle unterscheiden sich ein bisschen.

Zunächst einmal gibt es Unterschiede in der Größe. Das ist noch die einfachste Entscheidung, da man dabei üblicherweise einfach auf die Standartgröße A5 zurückgreift, wie auch ich es getan habe. Schließlich möchte ich den Kalender ja auch immer mitnehmen, sodass ein größeres Format nicht ganz so praktisch wäre.

Aber dann fangen die Schwierigkeiten an. Es gibt Bücher, die haben ganz weiße Seiten, andere sind cremefarben. Die Punktierungen können unterschiedliche Abstände haben, die Seitendicken weichen voneinander ab. Besonders das ist ein – für mich – ausschlaggebendes Kriterium. Ich möchte nämlich nicht, dass man jeden Strich und jedes geschriebene Wort auf der nächsten Seite sieht, da ich diese doppelseitig beschreibe. Weiterhin haben manche Bücher Seitenzahlen, andere wiederum nicht. Für manche ist es auch wichtig, dass der Kalender hinten noch eine Lasche hat, sodass man dort kleine Papiere oder ähnliches hineinlegen kann. Der schwierigste Punkt ist aber wahrscheinlich, sich für ein Cover zu entscheiden.

Wenn man all dies für sich entschieden hat oder aber nicht so großen Wert darauf legt, dann ist man schonmal ein ganz schön gutes Stück weiter.

Ich bin eigentlich kein besonders entscheidungsfreudiger Mensch (oft zum Leid meiner Mitmenschen :P). Diese Entscheidung ist mir dann jedoch erstaunlicherweise leicht gefallen. Glücklicherweise habe ich nämlich ganz zufällig mein jetziges Bulletjournal in einer Buchhandlung gesehen und es gefiel mir auf Anhieb richtig gut! Und ich hatte noch mehr Glück: Es gab dort noch genau zwei Exemplare. Ein Buch reicht nämlich für das ganze Kalenderjahr bei mir nicht aus, sodass ich zwei benötigte. Also habe ich mich dazu entschieden, diese beiden direkt mitzunehmen.

Mir gefällt besonders das minimalistische Cover so gut, da ich so (wie ihr im Folgenden auch noch sehen werdet) auch mein Bulletjorunal gestaltet habe.

Das Grundlegende

Zunächst ist es glaube ich immer gut, sich zumindest eine grobe Vorstellung von dem zu machen, wie man sein Bulletjournal gestalten möchte. Auch ich habe das zunächst getan. Ich habe mir überlegt, welche Seiten und Listen ich in meinem Bulletjournal unbedingt benötige und welche überflüssig sind – auch, wenn es andere in ihr Bulletjournal einfügen. Das ist nämlich bei jedem individuell – ihr müsst euch nicht an irgendwelche Vorgaben halten und könnt es komplett nach euren Bedürfnissen gestalten. Genau das finde ich so toll an einem eigenen Bulletjorunal. Für Inspirationen kann ich euch auch hier nochmal meinen alten Blogpost empfehlen.

Weiterhin habe ich mir auch Gedanken dazu gemacht, wie ich mein Bulletjournal designen möchte. Also lieber viele Farben und aufwendige Monatsseiten, eher minimalistisch oder einfach ganz durcheinander. Ich habe mich letztendlich für einen sehr minimalistischen Stil entschieden – sowohl von der Anzahl der Seiten und Listen, als auch vom Design. Mir ist es schnell zu „anstrengend“ jeden Tag oder Monat tausende Listen ausfüllen zu müssen. Ich habe lieber ein paar, die mir wirklich wichtig sind und nicht langweilig werden. Dann habe ich nämlich auch durchgehend Spaß daran und fülle alles aus, bleibe dran.

Beim Design muss ich zugeben, war es eher mein Perfektionismus, der mich davon abgehalten hat, aufwendigere Sachen auszuprobieren. Ich finde das Minimalistische zwar auch wahnsinnig schön, hätte mir aber auch vorstellen können künstlerisch mehr zu wagen. Allerdings hatte ich die Befürchtung, dass ich es nicht so schön hinbekomme, wie ich möchte und wollte nicht, dass ich dann enttäuscht bin und mir das Bulletjournal nicht gefällt. Eigentlich nicht der richtige Ansatz, sich von solchen Gedanken abhalten zu lassen. Aber beim nächsten Mal werde ich mich wahrscheinlich daran ausprobieren. Nichtsdestotrotz gefällt mir mein Bulletjournal jetzt zu 100%.

Auch das könnt ihr ganz nach eurem Geschmack machen! Fotos, Sticker, Washitape o.ä. eigenen sich für die Gestaltung auch hervorragend. Ihr müsst euch aber auch gar nicht künstlerisch betätigen, sondern könnt einfach den Monat auf die jeweilige Monatsseite schreiben und fertig.

Inspirationen

Als ich mit dem Grundkonzept fertig war, habe ich ganz viele Inspirationen gesucht. Dazu verwende ich am allerliebsten Pinterest. Auf unserer Seite findet ihr auch einen Ordner mit dem Titel „Bulletjournal“, indem wir regelmäßig neue Inspirationen abspeichern. Wenn ihr noch welche benötigt, könnt ihr dort sehr gerne vorbeischauen.

Ich wollte von Anfang an wissen, wie jeder Monat aussehen soll. Natürlich kann man da auch intuitiv drangehen und von Monat zu Monat schauen, wie man den Neuen gestalten möchte.

Um alles im Überblick zu haben, habe ich mir auf meinem Handy einen eigenen Ordner angelegt, indem ich mir verschiedene Bilder abgespeichert habe. Das sind zum einen generelle Inspirationen, die ich noch nicht zuordnen konnte, mich aber sehr angesprochen haben. Weiterhin habe ich für jeden Monat ein (oder manchmal mehrere) Bild(er) abgespeichert, wie meine Titelseite ungefähr aussehen soll. Außerdem habe ich mir für jeden Monat eine eigene Schriftart ausgesucht, mit der ich die Wörter in dem jeweiligen Monat schreiben möchte. Auch hier haben wir einen Ordner auf Pinterest, der mit „Handlettering“ betitelt ist. Dort findet ihr unzählige schöne, unterschiedliche Schriftarten.

Als ich damit fertig war, ging es auch schon ans Gestalten, worauf ich mich am meisten gefreut habe.

Die Gestaltung

Ich habe es dieses Jahr so gemacht, dass ich schon im Voraus fast mein ganzes Bulletjournal fertig gestaltet habe, damit ich am Ende des Monats nicht immer den Druck habe, noch einen neuen Monat fertig zu machen. Auch das möchte ich aber bei meinem nächsten Bulletjornal ändern, um ein bisschen flexibler zu sein und mehr auszuprobieren zu können.

Titelseite

Mein Bulletjorunal fängt mit einem Titelblatt für das Jahr 2021 an. Auch dieses ist schon relativ minimalistisch, enthält aber, wie ihr sehen könnt, ein wenig Farbe. Wenn ich Farben benutzt habe, dann in einem Mintton, ähnlich wie die Farbe des Covers.

Index

Dann habe ich eine Seite für einen Index angelegt. Dort sieht man, wie ich meine To-Do Listen aufbauen möchte, also welches Symbol ich verwende, wenn ich etwas zu tun, einen Punkt (halb) erledigt, verschoben oder gestrichen habe. So bleibt mein Bulletjournal schön ordentlich und übersichtlich. Außerdem verwende ich für unterschiedliche „Unternehmungen“ immer unterschiedliche Farben, damit ich auch das direkt im Überblick habe. Das findet sich ebenfalls in meinem Index wieder. Ich liebe so Strukturen einfach total!

Persönliches

Danach kommen Seiten, die ich nicht abfotografiert habe, da sie schon ausgefüllt sind und sehr persönliche Sachen enthalten. Diese möchte ich natürlich nicht mit der Welt teilen. Um welche Kategorien es sich handelt ist jedoch kein großen Geheimnis für mich:

  • Meine Ziele für 2021
  • 21 in 2021 (21 Dinge, die ich im Jahr 2021 tun möchte)
  • Quartalsübersichten
  • Accountliste (dort habe ich mir aufgeschrieben, auf welchen Internetseiten ich schon einen eigenen Account besitze – natürlich ohne meine Login Daten ;-). Ich glaube die sollten da nicht unbedingt drauf stehen :D)
  • Wunschliste
  • Geschenkideen
  • Mealplanner

Monatsseiten

Und dann startet mein eigentlicher Kalender auch schon.

Titelblatt

Angefangen habe ich jeweils mit einem Titelbild. Wie gesagt, ist das immer sehr minimalistisch. Ich habe mich auch nicht immer an das Bild gehalten, was ich mir abgespeichert habe, sondern habe oft mein eigenes Ding daraus gemacht. Dafür ist ein Bulletjournal ja eben auch gut!

Übersicht

Die nächste Seite ist immer eine Übersicht. Die dient mir dazu einen Überblick darüber zu verschaffen, was in dem Monat so ansteht und auch um ein bisschen Selfcare zu praktizieren. Ich schreibe mir auf, was ich in diesem Monat mehr tun möchte und was ich bleiben lassen möchte (z.B. eine Gewohnheit, die mir nicht gut tut). Oft schreibe ich mir z.B. auch auf, welche Ausgaben ich in diesem Monat tätigen muss.

Habit – Tracker & Erinnerungen

Die folgende Seite ist ein sogenannter “ Habit – Tracker“. Dort schreibe ich mir Gewohnheiten auf, die ich möglichst jeden Tag praktizieren will. Darunter befindet sich jeweils ein kleines Kalenderblatt, indem ich abhaken kann, ob ich diese Gewohnheit an dem jeweiligen Tag gemacht habe oder nicht. Welche Gewohnheiten das sind ändert sich teilweise von Monat zu Monat – eben solche, die ich gerade brauche oder Lust drauf habe. Dabei ist mir super wichtig, dass es Gewohnheiten sind und kein „Ich muss das machen – Tracker“. Es soll mir schließlich gut tun und mir einen Überblick darüber verschaffen, was schon gut klappt und woran ich arbeiten könnte. Es soll mich aber nicht stressen!

Die letzte Seite vor den Tagesübersichten ist dann noch eine Seite für Erinnerungen oder einfach zum freien Gestalten. Dort habe ich z.B. Platz für Fotos oder Eintrittskarten, wenn ich in dem Monat etwas Schönes unternommen habe. Ich schreibe mir manchmal aber auch einfach einen Satz auf, woran ich mich aus diesem Monat erinnern möchte. Oder wenn die Seite noch frei ist gestalte ich sie schön und bin ein bisschen kreativ.

Wenn ihr wissen wollt, wie diese Seiten im Konkreten aussehen, schaut unbedingt auf unserem Instagram-Account vorbei! Dort zeige ich euch am Anfang des Monats, wie ich die Übersicht und den Habit – Tracker gestalte.

Tagesübersichten

Danach fangen die Tagesübersichten an. Ein Tag hat in meinem Bulletjournal Platz auf einer halben Seite, die ich dann nochmal längs unterteilt habe in einen Zeitplan und eine To – Do Liste. In den Zeitplan kommen alle festen Termine, in die To – Do – Liste meine To – Do’s – wär hätte das gedacht?! 😀 Am Ende der Woche ist außerdem immer noch eine halbe Seite frei. Dort kann ich mir weitere To – Do’s, Memos und jegliche andere Sachen aufschreiben, die in den Wochentagen keinen Platz finden.

Fazit

Wie ich anfangs schon erwähnt habe, war es für mich eine super Entscheidung endlich mein eigenes Bulletjournal zu machen. Ich gehe darin so auf und es entspannt mich, wenn ich mir ein oder zwei Stündchen für die Gestaltung Zeit nehme.

Jedem der noch mit sich hadert, ob er das auch mal machen soll oder nicht, kann ich nur sagen: Just do it! Ich weiß, dass die Hemmschwelle da vielleicht ein bisschen groß sein kann. Es ist zugegebenermaßen auch zeitaufwendig. Aber anstatt abends am Handy zu hängen oder eine Serie das dritte Mal durchzusuchten, kann das zur Abwechslung mal eine ganz andere, tolle Tätigkeit sein!

Und habt auch keine Angst etwas „falsch“ bzw. nicht so schön zu machen. Kein Bulletjournal ist perfekt und das muss es auch nicht sein. Hin und wieder passieren „Fehler“. Man vermalt sich, vertut sich bei den Abständen, schreibt den falschen Wochentag ans falsche Datum oder andersrum. Entweder kann man es noch retten oder man sieht halt den „Fehler“. Das Bulletjournal ist nur für einen selbst da, man muss es niemandem zeigen, irgendwem etwas beweisen oder das schönste Bulletjournal der Welt haben.

Ich hoffe, dass euch dieser doch etwas ausführlichere Einblick gefallen hat! Schaut doch für Updates immer mal wieder auf unserem Instagram-Account vorbei!

Erzählt uns mal: Habt ihr auch ein Bulletjournal oder wollt ihr euch eins machen?

Eure Svea

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